Road King Elegance - Reisen wie ein König

...den Rest sagen Euch die Bilder und ein paar Eckdaten:
2l Hubraum
21"120er Vorderrad
18" 180er Hinterrad
V-Max über 240km/h
...zu den technischen Daten und  Making of

Die Road King Elegance in der Presse
Easyriders
Chrom und Flammen
 

Road King Elegance by Dr. Mechanik

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Baujahr: 

1994/2009

Modell:

Road King

Entwurf und Design:

Dr. Mechanik

 

 

Motor

124/2L

Modell:

S&S

Getriebe:

5 Gang

Zündung

S&S IST

Rahmen:

HD

 

 

Zubehör

 

Lenker:

Entwicklung Dr.Mechanik/ Herstellung V-Team

Hinterrad

180/55ZR18  mit 6x18

Vorderrad

120/70VR21 mit 3,5x21

Schutzblech hinten:

Dr. Mechanik

Schutzblech vorne:

Dr. Mechanik, HD

Elektrik:

Dr.Mechanik

Rücklichter und Blinker:

Dr. Mechanik

Sitz:

Dr.Mechanik

Kennzeichenhalterung

Dr. Mechanik

Gabel

HD.2

Hersteller:

HD

Fahrwerksstabilisierung

Neuentwicklung Dr. Mechanik

Road King Elegance - Reisen wie ein König

Die Idee bekam ich, als ich zum ersten Mal vor 4 Jahren ein 2 Liter S&S Motor eingebaut habe. Damals habe ich den Motor in den Hot Rod Chopper eingebaut. Nach dem Umbau wurde mir klar, dass 2l Hubraum in einem Chopper ungefähr so funktionieren wie ein Katapult. Da erinnerte ich mich spontan an Napir-Railton, einen englischen Rennwagen aus dem Jahre 1933 und seinen Flugzeugmotor mit 24l Hubraum und in jedem Drehzahlbereich Leistung satt.

3 Jahre und einige Mopeds später kam ich in den Genuss, einen Porsche Panamera zu fahren und somit passten alle Puzzleteilchen zusammen.

Warum nicht auch ein Motorrad mit derselben Philosophie bauen? „Schneller reisen? Rolls Royce, Maybach und Komparsen machen es doch vor. Wahnsinnige Leistung und gleichzeitig Komfort genießen. In allen Lagen „ausreichend motorisiert„ - so hat RR 100 Jahre lang die Leistung derer Motoren  angegeben).

Eine `Road King` schien mir dafür prädestiniert.

Danach ging es schnell. Habe von einem Freund gleich eine 94er RK gekauft und am gleichen Tag alles bis zur letzten Schraube zerlegt. Alles schien plötzlich so einfach. Das Motorrad sollte sehr elegant sein, nicht besonders auffällig, aber mit einer Palette ausgeklügelter Lösungen, die Beobachter und Besitzer immer wieder aufs Neue begeistern.

Zur verborgenen Qualitäten gehört auch der 2l S&S Motor, denn ich habe auf `topp` Performance besonderen Wert gelegt. Dazu haben die Bremssättel der 2009er Modelle perfekt gepasst und die Reifen mit V Bezeichnung bis 240kmh sind in dem Fall Pflicht.

Für Road King gibt es im Zubehör so gut wie keine Teile, so blieb mir nichts anderes übrig als alle benötigten Teile selbst zu fertigen. Für die Übertragung der Leistung benötigt man auch etwas mehr Gummi als der 130er, den ich vorgefunden habe; so ist jetzt ein 180er drin. Dafür habe ich ein neues Schutzblech angefertigt. Da ich schon dabei war, habe ich die Kofferträger auch in das Schutzblech mitintegriert. Die selbstgefertigte Sitzbank passte ich in die nach hinten wie bei einem Schäferhund abfallende Linie ein.

Als ich es dann so `clean` gesehen habe, fand ich es schon fast zu schade, sie mit Koffern zu bedecken. Ich habe so gearbeitet, als würde man immer ohne fahren.

Das Resultat ist feinste Verarbeitung bis ins letzte Detail. Technisch ging es dann weiter. Die Gabel mit 2009er Komponenten optimiert, ein 21 Vorderrad angepasst,  Schwinge 3 cm verlängert. Um die altbekannte Fahrwerksproblematik der FLH-Fahrwerke zu beheben, habe ich ein komplett eigenständiges Teil entwickelt, welches die ab Werk montierte Schwingenaufhängung komplett ersetzt und dadurch ein absolut neues Fahrgefühl in punkto Sicherheit und Geradeauslauf bietet.

Habe einen neuen Lenker entwickelt und einiges darin verlegt; man beachte die Originalarmaturen mit innenverlegtem Gaszug. Elektrik und Bremsleitung ebenso. Die Frontpartie ist jetzt harmonischer.

IST-Zündanlage eingebaut, und Kabelbaum optimiert. Die Kennzeichenhalterung ist auch eine Eigenentwicklung. Die Rücklichter, gleichzeitig Blinker, sind auch für das Bike hergestellt und haben die benötigte E-Prüefzeichen.

Da Harley ab Werk die Bikes für bessere Beschleunigung kurz übersetzt, war die jetzt mit 2- Liter-Motor einfach zu kurz. Jeder der schon eine 7,4 Liter Muscle Car mit einem Schaltgetriebe gefahren ist, weiß genau was gemeint ist.

Der Motor wirkt wie eine Bestie und zermürbt mit der Werksübersetzung bei Tempo 140 den Fahrer. Eine sehr lange Übersetzung hilft da deutlich. Das Motorrad bekommt einen ganz anderen Charakter. Es wird nicht mehr gehetzt, jetzt wird `gegleitet` und trotzdem in jeder Lage Leistung satt.

Bei Tempo 150 noch mal richtig beschleunigen, hier kein Problem! Beschleunigt man auf 180 km/h wird es wiedererwartend sehr ruhig und entspannt. Durch reduziere Motordrehzahl fühlt man sich kein bisschen gestresst und lange Fahrt bei hohem Speed ist kein Problem.

 

Während einer Ausfahrt, als der Motor schon eingefahren war, beschleunigte ich den König auf unglaubliche 235 km/h, ohne dabei alles vom Motor abverlangt zu haben.

Durch die gelungene Fahrwerkoptimierung war es ein Kinderspiel!

 

Zurück zum Panamera-Fahrer. Als er zum ersten Mal das Bike gehört hatte, wollte er sofort eine Probefahrt machen. Nach der Probefahrt wollte er nicht mehr gehen bis ich ihm das Bike verkauft habe. So habe ich wieder einen Sommer ohne passendes Fahrzeug verbracht und er hatte ein passendes Bike zum Panamera.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harley - Davidson in Fellbach